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Psychotherapeutische Praxis
Dr. Phil. Philippe Stöckli
NARM - Neuroaffektives Beziehungsmodell
NARM ist ein neues
Therapieverfahren, das - wie
der Name schon verrät -
neueste neurowissenschaft-
liche Erkenntnisse zur
Selbstregulierung mit einem
beziehungsdynamischen
Hintergrund vereint. Der
Begründer Dr. Laurence Heller arbeitete lange als
Trainer für Somatic Experiencing, bevor er sich
entschloss, ein eigenes Verfahren zu entwickeln,
das neben des Bottom-Up Ansatzes des SE auch
den Top-Down Ansatz benutzt und so
Identifikationen auflösen zu können.
Was macht NARM so einzigartig?
•
NARM vereint den Bottom-Up Ansatz des SE
und der Körpertherapie mit dem Top- Down
Ansatz der Psychotherapie. Mit anderen
Worten vereint es Techniken der
Körpertherapie und der Gesprächstherapie
und bringt die beiden Richtungen zusammen.
•
NARM ist Ressourcenorientiert anstatt
symptomorientiert.
•
NARM ist autonomie- und selbst-
regulierungsfördernd anstatt regressiv.
•
NARM arbeitet (wie die Gestalttherapie) im
Hier und Jetzt, in der therapeutischen
Beziehung, auf dem Hintergrund der
relevanten Entwicklungsperspektive der
Kindheit. Mit anderen Worten vereint NARM
die gegenwartsbezogene Arbeitsweise der
Gestalttherapie mit der psychoanalytisch-
entwicklungsorientierten Methode.
•
NARM arbeitet mit zentralen Konflikten und
Beziehungsthemen (wie die Psychoanalytische
Therapie).
•
NARM basiert auf den fundamentalen
Erkenntnissen von Peter Levine über die
Regulation des Nervensystems. Dabei lernt
der Klient sein Nervensystem selber zu
regulieren
Theorie hinter NARM
NARM hat das Rad nicht neu erfunden, sondern
vereint Aspekte aus den folgenden
Therapieschulen:
•
"Somatic Experiencing" (Bottom-Up-Ansatz,
Somatische Achtsamkeit, Selbstregulierungs-
techniken)
•
Psychoanalytische Therapie (Psycho-
analytischen Konfliktlehre, Übertragungs-
dynamik)
•
Körpertherapien (Charaktertypen von Reich
und Lowen)
•
Gestalttherapie (Phänomenologie, Arbeiten im
Hier und Jetzt)
•
Kognitive Verhaltenstherapie (kognitive
Verzerrungen, Top-Down-Ansatz)
•
Affektive Neurowissenschaften
(Polyvagaltheorie Porges)
•
Esoterische Ansätze (Vipassana
Meditationstechnik, Eckhard Tolle u.a.).
NARM in der Praxis
•
Es handelt sich um eine feine Arbeitsweise, in
der die Klientin Richtung, Tempo und
Vertiefungsgrad selbst bestimmt.
•
Achtsamkeit spielt eine zentrale Rolle in
NARM.
•
Selbstregulierung wird geübt anhand von
Techniken aus "Somatic Experiencing". Indem
der Therapeut die visuell wahrnehmbaren
Veränderungen in Ihrem Nervensytsem
spiegelt, lernen Sie Ihre Reaktionen kennen.
Grundannahmen in NARM
•
Die Haltung ist eine humanistische: Die
Bedürfnisse der Klientin stehen im Zentrum.
Der Therapeut will nichts, ausser die Klientin
dabei zu unterstützen, deren Wünsche
umzusetzen.
•
Starke Ressourcenorientierung: Ziel ist es,
dass der Klient den Zugang zu seiner eigenen
Stärke findet. Dann verschwinden die
Symptome von alleine. Dies ist ein zentraler
Unterschied zu den meisten anderen
Therapieverfahren, die darauf hinzielen,
Symptome zu beseitigen.
•
NARM hingegen fokussiert auf das Positive,
die Lebenskraft, die Energie.
Begriffsklärung
•
Bottom-Up: Von unten nach oben, oder von
der (Körper-)Erfahrung zum Konzept. Typische
Vorgehensweise in Körpertherapien
•
Top-Down: Von oben nach unten, oder vom
Kopf in den Körper, vom Konzept ausgehend.
Bevorzugte Vorgehensweise in
Psychotherapien, wo hauptsächlich geredet
wird.
•
Regressiver Ansatz: Der Klient wird sozusagen
wieder zum kleinen Kind von damals, um so
neue Erfahrungen machen zu können
•
Anti-regressiver Ansatz (wie NARM): Der Klient
behält Kontrolle und Perspektive des
erwachsenen Selbst, und blickt aus dieser
sichereren Perspektive auf Vergangenes.
•
Polyvagaltheorie von Stephen Porges: Diese
erforscht den Zusammenhang zwischen
Sozialverhalten und Nervensystem.
•
Entwicklungstrauma (developmental trauma):
Leider verwirrender Begriff, da es sich nicht
um Trauma im herkömmlichen Sinn (einer
PTBS) handelt, sondern alle in der Kindheit
erlernten Anpassungsmuster umschliesst,
egal ob pathologisch oder nicht. Der Begriff
Entwicklungstrauma ist auch keine
anerkannte Diagnose.
Fünf organisierende Entwicklungsthemen
Anhand von fünf Bedürfnissen, die in unserer
frühen Entwicklung aufkommen, können wir
unsere definierenden Lebensthemen einordnen. Je
weniger ein Bedürfnis in unserer Kindheit
befriedigt wurde, umso mehr hält es uns heute
davon ab, voll in unserer Energie zu sein:
Kontakt. Wir haben das Gefühl, auf diese Welt zu
gehören. Wir sind in Kontakt mit unserem Körper
und unseren Gefühlen und sind zu durchgängigen
Beziehungen zu anderen imstande.
Einstimmung. Wir wissen, was wir brauchen und
sind in der Lage, auf andere zuzugehen, wenn wir
ihre Fürsorge brauchen. Wir können uns an der
reichen Fülle des Lebens erfreuen.
Vertrauen. Wir haben ein inhärentes
Selbstvertrauen und Zutrauen zu anderen. Wir
fühlen uns sicher genug, um gesunde
wechselseitige Abhängigkeitsverhältnisse mit
anderen zu erlauben und uns auf sie zu verlassen.
Autonomie. Wir können Nein sagen und anderen
gegenüber klare Grenzen setzen. Wir sagen, was
wir denken, ohne dabei von Schuldgefühlen oder
Angst geplagt zu sein.
Liebe und Sexualität
Unser Herz ist offen und unser Nervensystem im
Gleichgewicht, was liebevolle Beziehungen und
eine gesunde Sexualität unterstützt.
In dem Umfang, in dem diese fünf
Grundbedürfnisse erfüllt sind, bleiben wir im Fluss
und in gutem Kontakt mit uns selbst. Wir haben
das Gefühl, innerlich im Lot zu sein und erleben
eine gewisse Ausdehnung. In dem Masse, wie für
diese Grundbedürfnisse nicht gesorgt ist,
entwickeln wir bestimmte Überlebensstrategien,
um den fehlenden Kontakt und die gestörte
Regulierung zu bewältigen.
Links und Buchempfehlungen zu NARM
•
Laurence Heller: “Entwicklungstrauma heilen”
Buch bestellen
•
Laurence Hellers neuestes Buch “Befreiung
von Scham und Schuld” Buch bestellen
•
Einführung durch den Begründer Dr. Laurence
Heller (Englisch)
•
Youtube Kanal vom NARM Institut (Videos)
Impressum
Psychotherapeutische Praxis
Dr. phil. Philippe Stöckli
Gemeindestr. 26 | 8032 Zürich
Tel. 076 282 8885